Gesündere Weidelandschaften

Foto: Nicole Fahrni

Gesündere Weidelandschaften

  • Unser Ziel

    In Naibunga und Ol Donyiro werden degradierte Flächen in gesunde, funktionierende Ökosysteme verwandelt. Dafür werden die Wiederherstellungspraktiken der Gemeinschaften mit moderner Wissenschaft zur Landwiederherstellung verbunden. So sollen Viehhaltung und Wildtiere auch unter Klimadruck koexistieren können.

  • Zahlen

    Das Projekt wurde am 17. März 2022 gestartet und ist derzeit in Arbeit.

Zusammenfassung

Überweidung, Klimaschwankungen und ein ungleicher Zugang zu Weideland haben grosse Teile der Weidelandschaften Nordkenias stark degradiert. Die Schäden sind sichtbar: Bodenerosion, Verlust der Vegetationsdecke, invasive Arten und zerschnittene Landschaften. Zusammen bedrohen sie das Überleben der Wildtiere, schmälern die Weidemöglichkeiten der Hirtinnen und Hirten und schwächen die Widerstandsfähigkeit ganzer Ökosysteme.

Das Projekt geht diese Herausforderungen direkt an: mit Nachsaat, halbkreisförmigen Erdwällen, der Sanierung von Erosionsrinnen und der Bekämpfung invasiver Arten – alles abgestimmt auf die Weideprioritäten der Gemeinschaften und auf die Bedürfnisse der gesamten Landschaft. Entscheidend ist, dass es das traditionelle Wissen der Hirtinnen und Hirten mit moderner Wissenschaft verbindet. So zeigt sich, wie gemeinschaftsgetragene Ansätze diesen Trockengebieten eine produktivere und nachhaltigere Zukunft sichern können.

Der Fortschritt wird über das Monitoring von Vegetationsdecke, Bodengesundheit und Wildtiervorkommen verfolgt. So entsteht eine Wissensgrundlage für die ökologische Erholung. Zudem stärkt das Projekt die lokalen Kapazitäten für eine gemeinschaftliche Weidebewirtschaftung und unterstützt damit eine gerechte Landnutzung und die langfristige Produktivität der wiederhergestellten Flächen.

Projektverbindungen

Zeitleiste

  • Co-Creation-Workshop: Nachhaltigen Pastoralismus skalieren

    News 28. April 2026

    Am 1. und 2. April 2026 trafen sich Forschende, Fachleute aus dem Naturschutz sowie Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Gemeinschaften in Nanyuki, um Erkenntnisse aus bisherigen Arbeiten zur nachhaltigen Weidewirtschaft in Nordkenia zu bündeln.Der Workshop wurde vom East Africa Hub der Wyss Academy for Nature einberufen und brachte Partner aus den Landkreisen Laikipia und Isiolo zusammen. Gemeinsam reflektierten sie über Erkenntnisse aus laufenden Projekten, die im Rahmen des Solutionscape-Ansatzes Ökosystemwiederherstellung, Biodiversitätsschutz und resiliente pastorale Lebensgrundlagen in ariden und semiariden Gebieten miteinander verbinden.Der Workshop markierte den Auftakt eines umfassenderen Syntheseprozesses. Dessen Ziel ist es, aus Felderfahrungen konkrete Orientierungshilfen für Praktikerinnen und Praktiker, politische Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Gemeinschaften zu entwickeln, die pastorale Systeme in vergleichbaren Landschaften stärken wollen.

    Teilnehmende nehmen an einer Gruppenarbeit während des Co-Creation-Workshops zu nachhaltigem Pastoralismus in Nanyuki, Kenia, teil.
  • Wenn Gemeinschaften gestärkt werden, geht die Wiederherstellung von Weideland schneller voran – und das Wissen bleibt

    Projektupdate 16. Dezember 2025

    Für die Wirksamkeit der Monitoring-Aktivitäten wurden Viehhaltende, Jugendliche, Mitglieder von Frauengruppen und Community-Scouts geschult, die Erdwälle auf verschiedene Arten zu überwachen.
  • From practice to public evidence: monitoring nature-based solutions for Kenya’s water

    News 3. November 2025

    The authors propose three pillars that work together: Adaptive, co-designed monitoring through living labs connects local practice to agreed protocols and continuous learning, so datasets are consistent over time and anchored in place. A national, open NbS repository built on FAIR principles makes vegetation, hydrology, and household water metrics findable, citable, and verifiable, which allows results to be checked, compared, and reused beyond single projects. Standardized indicators embedded in planning and finance ensure county plans, national strategies, and outcome-based instruments track performance in the same way—linking budgets to outcomes rather than activities. The paper also points to practical enablers: long-term monitoring, evaluation, and learning budgets; open-access publishing and co-authorship with practitioners and county officers; and careful attention to land tenure and free, prior, and informed consent to sustain monitoring access and trust. Read alongside our work in Kenya, the emphasis is familiar—pair grounded practice with shared evidence so decisions travel across levels and endure. Ultimately, the value of Kenya’s nature-based solutions will be judged not only by what is built, but by what is learned and shared. Turning monitoring into public evidence—co-designed, comparable, and open—gives communities and authorities a common reference point for decisions and finance. That is how local practice informs policy, and how water governance becomes both more accountable and more resilient over time. 

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  • Regionaler Kontext der halbtrockenen Landschaften in Nordkenia

    Projektupdate 2. Juni 2024

Team