Madagaskar

Umweltgerechtigkeit in Madagaskar aufbauen

Madagaskar zählt zu den artenreichsten Biodiversitäts-Hotspots der Welt. 90 % der hier heimischen Arten kommen nirgendwo sonst auf der Welt vor. Doch Entwaldung, Bodendegradierung und Wanderfeldbau belasten die natürlichen Ressourcen und treiben die Ausweitung von Anbauflächen in bewaldete Gebiete voran. Im abgelegenen Mahalevona-Tal im Nordosten Madagaskars – angrenzend an den weltbekannten Masoala-Nationalpark – haben lokale Gemeinschaften nur begrenzten Zugang zu Land, Märkten und grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen. Das trifft besonders jüngere Generationen, die kaum Möglichkeiten haben, stabile Lebensgrundlagen aufzubauen.

Die Wyss Academy for Nature arbeitet gemeinsam mit der Full Circle Initiative und deren lokalem Partner, dem Laboratoire de Recherches Appliquées der Forst- und Umweltabteilung der Universität Antananarivo, daran, diese Herausforderungen koordiniert anzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der Landverwaltung, die Diversifizierung landwirtschaftlicher und ausserlandwirtschaftlicher Einkommensquellen, die Entwicklung naturpositiver Wertschöpfungsketten – darunter die Seidenproduktion – sowie die Verbesserung der digitalen Anbindung zur Stärkung der Regionalwirtschaft.

Derzeit konzentriert sich die Arbeit in der Region auf Co-Design, Wissen und Engagement, Monitoring, regenerative Landwirtschaft, naturpositive Wertschöpfungsketten, alternative Beschäftigung für Jugendliche und digitale Zugänglichkeit.

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