Schutz für Wasser, Feuchtgebiete und Allmenden unter konkurrierenden Ansprüchen
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Schutz für Wasser, Feuchtgebiete und Allmenden unter konkurrierenden Ansprüchen
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Traditionell diente dieses Feuchtgebiet insbesondere in der Trockenzeit als Wasserquelle und Weideland für Vieh und Wildtiere wie etwa grosse Elefantenherden. Lange waren auch Bäuer*innen auf Wasser aus der Quelle und dem Fluss angewiesen, die sich im Feuchtgebiet speisen. In den letzten Jahren hat sich die kleinbäuerliche Landwirtschaft an Bedeutung zugenommen und damit auch der Anbau von Marktprodukten wie Tomaten und Zwiebeln. Oft werden diese mit Grundwasser intensiv gewässert. Wildtiere und Viehhaltende sowie deren Tiere sind von der Situation am stärksten betroffen. Während der Trockenzeiten und Dürren legen sie weite Strecken zum Gambella-Feuchtgebiet zurück, um Wasser zu finden. Die Lage verschärft sich mit Blick auf den Klimawandel, der Niederschlagsmuster und die Mount-Kenya-Abflüsse stark verändert hat. Dabei ist ein funktionsfähiges Feuchtgebiet für die Resilienz von Mensch und Natur entscheidend.
Um gemeinsam Ansätze für eine langfristige Sicherung der Wasserzufuhr im Feuchtgebiet zu erarbeiten, hat die Wyss Academy eine Koalition des Wandels mit sehr unterschiedlichen Akteur*innen geschmiedet. Auf Gemeinschaftsebene wurde zudem ein Wetland Management Committee etabliert. In ihrer Verzahnung schaffen diese Strukturen eine wichtige Grundlage für die nachhaltige Verwaltung des Feuchtgebiets und seiner Wasserressourcen. Aktuelle Projekte stärken das lokale und regionale Management dieser Ressourcen, unterstützen die Regeneration des Feuchtgebiets und die Wiederherstellung der Vegetation. Zudem zielen sie auf einen besseren Wasserzugang für Wildtiere, Nutztiere und die Bevölkerung ab, während empfindliche Feuchtgebietsvegetation gezielt geschützt wird. Ein weiterer Fokus liegt auf der Diversifizierung der lokalen Lebensgrundlagen insbesondere durch hochwertige Produkte, die nicht auf Viehhaltung basieren. Ziel ist es, dass Natur und Mensch von alternativen Erwerbsmöglichkeiten profitieren, während das Feuchtgebiet entlastet wird.
«Im Jahr 2025 hat sich die Arbeit in Gambella von der Planung zur kollektiven Umsetzung verschoben. Gemeinschaften, Behörden und Partner*innen arbeiteten Seite an Seite, um den Druck auf das fragile Ökosystem des Feuchtgebiets zu verringern – durch praktische Lösungen zur Wasserschonung, jugendgetragene Wiederherstellung und erneuerten Schutz von Wildtierkorridoren. Dabei wurde nicht nur Infrastruktur geschaffen, sondern auch eine Kultur von Vertrauen und geteilter Verantwortung gefördert. Das ist die Grundlage für eine Zukunft, in der Wassersicherheit, Lebensgrundlagen und Biodiversität gemeinsam gestärkt werden.»
Wichtigste Erfolge im Jahr 2025
Nach einer Vorbereitungsphase startete in Gambella im Jahr 2025 die Umsetzungsarbeit. Ein Wasserinfrastruktur-Paket soll dazu beitragen, den Druck auf das Feuchtgebiet zu verringern und Regeneration zu ermöglichen. Dazu zählen Massnahmen wie die Installation eines physisch erhöhten Wassertanks, Tränken für Nutztiere und Wildtiere sowie Wasserentnahmestellen für die Gemeinschaften. An der Umsetzung war die Bevölkerung breit beteiligt – eine Gelegenheit, um auch das Bewusstsein für eine nachhaltige Nutzung des Feuchtgebiets zu stärken. Die tägliche Koordination hat sich durch gemeinsam vereinbarte Regeln und Routinen verbessert: Dadurch wird der Zugang zu Wasser gesichert und sensible Vegetation geschützt. Dieser Effekt hat sich durch die Einbindung von Jugendlichen in die Projekte sogar noch verstärkt. Sie haben praktische Wiederherstellungsarbeit geleistet und an Trainings teilgenommen. Dabei konnten Kompetenzen praxisnah mit lokalen, naturbasierten Erwerbsmöglichkeiten verknüpft werden.
Parallel dazu fiel der Startschuss für eine partizipative Kartierung von Wildtierkorridoren – insbesondere von Elefantenrouten. Sie liefert die Grundlage, um blockierte Wege wieder zu öffnen und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren gezielter anzugehen.
Zum Jahresende waren Verwaltungsstrukturen für das Feuchtgebiet entstanden und fragile Bereiche standen stärker unter Schutz. Der Blick nach vorn steht im Zeichen des bisherigen Erfolgs: Durch kollektives Handeln sind Herausforderungen in tragfähige, langfristige Lösungen übersetzt worden.
Wichtigste Ergebnisse
- Eine formelle Koalition für den Wandel nimmt ihre Arbeit auf
- Wasserinfrastruktur erhält einen formellen Rahmen
- Jugendliche führen eine neu etablierte Baumschule
livestock and wildlife troughs constructed, with 2 community water points 8
acres of wetland demarcated and secured 67
people trained in sustainable gum and resin garvesting 94
Projekte in diesem Solutionscape
Feuchtgebiete schützen – Wissen und Engagement gemeinsam gestalten
Feuchtgebiete schützen – Wissen und Engagement gemeinsam gestaltenFeuchtgebiete renaturieren und Ökosysteme neu verbinden
Feuchtgebiete renaturieren und Ökosysteme neu verbinden






