Feuchtgebiete renaturieren und Ökosysteme neu verbinden

Feuchtgebiete renaturieren und Ökosysteme neu verbinden
Unser Ziel
Feuchtgebiete und ökologische Korridore im Norden Kenias wiederherstellen – durch gemeinschaftlich getragene Landrehabilitation, naturverträgliche Lebensgrundlagen und partizipative Planung, die sowohl der Biodiversität als auch den Hirtengemeinschaften zugutekommen.
Zahlen
Das Projekt wurde am 17. März 2022 gestartet und ist derzeit in Arbeit.
Zusammenfassung
Im Norden Kenias übernehmen junge Hirtinnen und Hirten neue Rollen bei der Wiederherstellung der Landschaft. Statt ausschliesslich Vieh zu hüten, legen sie heute halbkreisförmige Erdwälle an, die die Wasserinfiltration verbessern und degradierte Weideflächen regenerieren. Ihre Arbeit ist Teil eines breiteren Vorhabens, an dem lokale Koalitionen, Gemeindekomitees und Bezirksregierungen beteiligt sind – mit dem Ziel, Wanderkorridore für Wildtiere und Nutzvieh zu sichern und wichtige Wasser- und Weideressourcen zu dokumentieren.
Parallel entstehen naturverträgliche Erwerbsmöglichkeiten – darunter nachhaltige Ernte und lokale Baumschulen –, die Gemeinschaften neue Einkommensquellen eröffnen, ohne das Land weiter zu belasten. In Verbindung mit partizipativen Landnutzungsplänen und traditionellem Wissen entstehen so gerechtere und widerstandsfähigere Weidelandschaften, in denen Menschen und Wildtiere nebeneinander Raum finden.
Projektverbindungen
Teil des Themas
Lebensqualität als Beitrag zum Naturschutz
Lebensqualität als Beitrag zum NaturschutzTeil des Solutionscape
Kenya: Saving wetlands for people and wildlife
Zeitleiste
Wenn das Feuchtgebiet nichts mehr hergibt: Gemeinschaften an vorderster Front der Wiederherstellung in der Gambella-Mara-Landschaft
Projektupdate 16. Juni 2026
From practice to public evidence: monitoring nature-based solutions for Kenya’s water
News 3. November 2025
The authors propose three pillars that work together: Adaptive, co-designed monitoring through living labs connects local practice to agreed protocols and continuous learning, so datasets are consistent over time and anchored in place. A national, open NbS repository built on FAIR principles makes vegetation, hydrology, and household water metrics findable, citable, and verifiable, which allows results to be checked, compared, and reused beyond single projects. Standardized indicators embedded in planning and finance ensure county plans, national strategies, and outcome-based instruments track performance in the same way—linking budgets to outcomes rather than activities. The paper also points to practical enablers: long-term monitoring, evaluation, and learning budgets; open-access publishing and co-authorship with practitioners and county officers; and careful attention to land tenure and free, prior, and informed consent to sustain monitoring access and trust. Read alongside our work in Kenya, the emphasis is familiar—pair grounded practice with shared evidence so decisions travel across levels and endure. Ultimately, the value of Kenya’s nature-based solutions will be judged not only by what is built, but by what is learned and shared. Turning monitoring into public evidence—co-designed, comparable, and open—gives communities and authorities a common reference point for decisions and finance. That is how local practice informs policy, and how water governance becomes both more accountable and more resilient over time.
Zentrale Bemühungen zur Wiederherstellung festigen und nachhaltig sichern
Projektupdate 2. Juni 2024
Neue Bäume und geschützte Gebiete in Gambella, Kenia
Projektupdate 11. Dezember 2023
In der Region Gambella in Kenia wurden insgesamt 1'400 einheimische Bäume gepflanzt. Diese Aktion ist Teil einer gemeinsamen Anstrengung, das rund 26 Hektaren grosse Feuchtgebiet wiederherzustellen. Nachdem die Samen im Dezember 2023 ausgesät worden waren, übernahm das Unterkomitee für Feuchtgebietsmanagement die Aufgabe, das erfolgreiche Wachstum der Pflanzen sicherzustellen. Dieses Unterkomitee war einen Monat zuvor, im November 2023, gegründet worden und setzt sich zusammen aus Eigentümer*innen von Uferland und Mitgliedern der lokalen Verwaltung. Zudem wird es von der Water Resource Users Association (WRUA) des Waso-Mara-Einzugsgebiets und der lokalen Gemeinschaft unterstützt.Das Gambella-Feuchtgebiet und seine Quellen befinden sich im County Meru und spielen eine entscheidende Rolle für die Region, insbesondere während der Trockenzeit. Sie kommen sowohl den nahegelegenen als auch den weiter entfernten Gemeinschaften von Viehhalter*innen zugute. Doch aufgrund von Übernutzung, Fehlbewirtschaftung und den Folgen des Klimawandels sind diese ökologisch wertvollen Gebiete stark beeinträchtigt. Die Wyss Academy arbeitet hier eng mit dem Partner CETRAD zusammen und entwickelt gemeinsam mit lokalen Anspruchsgruppen eine gemeinsame Vision. Ziel ist es, verschiedene Massnahmen umzusetzen, um die verbliebenen Teile der Region zu schützen – einschliesslich der zentralen Hauptquelle des Feuchtgebiets. Ausserdem soll ein Inventar der Wasserressourcen erstellt werden.Die Wiederherstellungsinitiative für das Gambella-Feuchtgebiet begann mit einem Sensibilisierungstreffen im November 2023, an dem Gemeinschaften und Anspruchsgruppen aus den Countys Meru und Isiolo beteiligt waren. Dabei wurde die Dringlichkeit von Schutz und Wiederherstellung betont und der gemeinschaftliche Ansatz führte zu einem Konsens unter den Teilnehmenden. Unsere Zusammenarbeit erstreckt sich auf verschiedene Anspruchsgruppen in Kenia, darunter lokale Gemeinschaften, Eigentümer*innen von Uferland, der Kenya Forest Service, das Kenya Meteorological Department, die Water Resources Authority, die National Environmental Management Authority und die National Land Commission.Um die Wasserversorgung über das Feuchtgebiet hinaus zu verbessern, wurden zudem Standorte für neue Infrastrukturen identifiziert. Weitere laufende Aktivitäten sind hydrogeologische Untersuchungen sowie Analysen in Bezug auf die Umweltverträglichkeit und Topografie.
Team
- Projektkontakt
Projektkontakt
Joseph Ombega
Associated Researcher
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Feuchtgebiete schützen – Wissen und Engagement gemeinsam gestalten
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