Feuchtgebiete schützen – Wissen und Engagement gemeinsam gestalten

Foto: Fiona Stappmanns

Feuchtgebiete schützen – Wissen und Engagement gemeinsam gestalten

  • Unser Ziel

    Gemeinschaften, Forschende und Naturschutzpartner rund um das Feuchtgebiet von Gambella im Norden Kenias zusammenbringen – lokales Wissen, traditionelle Praktiken und inklusiven Dialog verbinden, um gemeinsame Pläne für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource für Mensch und Wildtier zu entwickeln.

  • Zahlen

    Das Projekt wurde am 17. März 2022 gestartet und ist derzeit in Arbeit.

Zusammenfassung

Das Feuchtgebiet von Gambella im Norden Kenias war seit jeher eine wichtige Quelle für Wasser und Weidegrund – für Menschen und Wildtiere gleichermassen. Doch landwirtschaftliche Nutzung und zunehmende Überbeanspruchung setzen das Gebiet unter wachsenden Druck. Um dem entgegenzuwirken, versammeln sich Älteste, junge Menschen und Naturschutzakteurinnen und -akteure an den saisonalen Wasserstellen, um gemeinsam Ressourcen zu kartieren und den Schutz des Gebiets zu besprechen.

Das Projekt setzt auf lokale Dialoge und den generationenübergreifenden Austausch von Wissen. So entstehen konkrete Pläne für das Management des Feuchtgebiets – verankert in traditionellen Praktiken und lokaler Erfahrung. Forschende und Gemeindemitglieder arbeiten Hand in Hand: Sie identifizieren vorrangige Flächen, erproben neue Formen der Landnutzung und setzen sich für einen gerechten Zugang zu Wasser und Weideland ein.

Diese Bemühungen nehmen bereits konkrete Form an: Neue Wasserzugangspunkte, lokale Baumpflanzungen und gestärkte Gemeindekomitees helfen den Gemeinschaften, eine aktivere Rolle bei der Bewirtschaftung des Feuchtgebiets zu übernehmen – und es als gemeinsame Ressource für Menschen und Wildtiere zu erhalten.

Projektverbindungen

Zeitleiste

  • Co-Creation-Workshop: Nachhaltigen Pastoralismus skalieren

    News 28. April 2026

    Am 1. und 2. April 2026 trafen sich Forschende, Fachleute aus dem Naturschutz sowie Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Gemeinschaften in Nanyuki, um Erkenntnisse aus bisherigen Arbeiten zur nachhaltigen Weidewirtschaft in Nordkenia zu bündeln.Der Workshop wurde vom East Africa Hub der Wyss Academy for Nature einberufen und brachte Partner aus den Landkreisen Laikipia und Isiolo zusammen. Gemeinsam reflektierten sie über Erkenntnisse aus laufenden Projekten, die im Rahmen des Solutionscape-Ansatzes Ökosystemwiederherstellung, Biodiversitätsschutz und resiliente pastorale Lebensgrundlagen in ariden und semiariden Gebieten miteinander verbinden.Der Workshop markierte den Auftakt eines umfassenderen Syntheseprozesses. Dessen Ziel ist es, aus Felderfahrungen konkrete Orientierungshilfen für Praktikerinnen und Praktiker, politische Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Gemeinschaften zu entwickeln, die pastorale Systeme in vergleichbaren Landschaften stärken wollen.

    Teilnehmende nehmen an einer Gruppenarbeit während des Co-Creation-Workshops zu nachhaltigem Pastoralismus in Nanyuki, Kenia, teil.
  • Projektupdate 26. Januar 2026

  • From practice to public evidence: monitoring nature-based solutions for Kenya’s water

    News 3. November 2025

    The authors propose three pillars that work together: Adaptive, co-designed monitoring through living labs connects local practice to agreed protocols and continuous learning, so datasets are consistent over time and anchored in place. A national, open NbS repository built on FAIR principles makes vegetation, hydrology, and household water metrics findable, citable, and verifiable, which allows results to be checked, compared, and reused beyond single projects. Standardized indicators embedded in planning and finance ensure county plans, national strategies, and outcome-based instruments track performance in the same way—linking budgets to outcomes rather than activities. The paper also points to practical enablers: long-term monitoring, evaluation, and learning budgets; open-access publishing and co-authorship with practitioners and county officers; and careful attention to land tenure and free, prior, and informed consent to sustain monitoring access and trust. Read alongside our work in Kenya, the emphasis is familiar—pair grounded practice with shared evidence so decisions travel across levels and endure. Ultimately, the value of Kenya’s nature-based solutions will be judged not only by what is built, but by what is learned and shared. Turning monitoring into public evidence—co-designed, comparable, and open—gives communities and authorities a common reference point for decisions and finance. That is how local practice informs policy, and how water governance becomes both more accountable and more resilient over time. 

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  • Junge Menschen zum Schutz der Feuchtgebiete befähigen

    Projektupdate 12. Januar 2025

Team

  • Caroline Ouko
    Project Lead | Email: c.ouko@cetrad.org