• Wyss Academy

Hydrologie der Berner Flachmoore

HUB BERN | Projekt LANAT-5



Unser Ziel:

Die Erarbeitung von hydrologischen Grundlagen und deren Anwendung für den langfristigen Erhalt und die Sanierung der Flachmoore.


Intakte Moore, wie hier das Flachmoor auf der Engstligenalp, sind wichtige Wasserspeicher. Sie sind für den Schutz des Klimas und der Biodiversität von zentraler Bedeutung. Foto: Hintermann & Weber


Darum geht es:

Flachmoore sind Biotope mit einer hochspezialisierten Flora und Fauna und werden traditionell als Weide oder Streuwiesen genutzt. Intakte Flachmoore wirken als CO2- und Wasser-Speicher und können mit geschickter Besucherlenkung als attraktive Erholungs­räume genutzt werden. Moore leben vom Wasser und reagieren sehr sensibel auf den Klimawandel. Gemäss Flachmoorverordnung müssen ökologisch ausreichende Puffer­zonen ausgeschieden werden. Der Wasserhaushalt ist dabei ein entscheidendes Kriterium für die langfristige Sicherung der Moore. Für die 106 Berner Hochmoore wurde der hydro­logische Vorsorgeperimeter gutachterlich ausgeschieden. Für die Sanierung und den Erhalt der Flachmoore fehlt diese wichtige Grundlage bisher.

In einem ersten Arbeitsschritt wurde ein Wirkungsmodell erstellt. Es zeigt für Flachmoore in Gebieten mit undurchlässigem Untergrund robuste Resultate. In karstigen Gebieten und bei Flachmooren mit Grundwassereinfluss in der Nähe von Seen oder Flüssen muss das Wirkungsmodell verbessert werden. In einem zweiten Arbeitsschritt wird das Wirkungsmodell in der Praxis anhand von topographischen, geologischen und vegetationskundlichen Daten überprüft. Die Anwendung des Modells erfolgt anschliessend auf allen Berner Flachmooren von nationaler und regionaler Bedeutung. Für die Umsetzung des Vorsorgeperimeters als Planungsgrundlage soll ein verständliches Handbuch für die Bewilligungsbehörden erarbeitet werden.




Naturschutzgebiet Hohgant-Seefeld: Karrenfelder und Dolinen sind typische Merkmale der Karstgebiete. Die Modellierung des Wasserhaushalts ist schwierig, weil die Wasserflüsse vorwiegend unterirdisch verlaufen. Foto: Dominique Hindermann (Archiv der Abteilung Naturförderung (ANF))
 

In Zusammenarbeit mit:

Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Bern (LANAT)