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Dienstleistung des Bodens erfassen und in Wert setzen


HUB BERN | Projekt LANAT-1




Unser Ziel:

Die Entwicklung einer innovativen und zeitsparenden Methode zur Kartierung der Bodeneigenschaften soll bessere Grundlagen für bodenrelevante Entscheide in verschiedenen Anwendungsfeldern schaffen.


Der von Moräne überprägte Molassehügel bei Meikirch repräsentiert eine typische mittelländische Landschaftsform im Kanton Bern. Die Geologie und die Landschaftsform sind mitunter die wichtigsten Faktoren für die Ausprägung der Böden und ihre Eigenschaften. Foto: Simon Tanner, HAFL


Darum geht es:

Einheitlich erhobene, hochaufgelöste und reproduzierbare Bodeninformationen sind von zentraler Bedeutung für Land- und Forstwirtschaft, Raumplanung, Klimaanpassung und Grundwasserschutz, für den physikalischen, chemischen und biologischen Bodenschutz und die Erhaltung der Biodiversität. Je nach Fragestellung ist es beispielsweise wichtig, das Nährstoff- und Wasserspeichervermögen der Böden oder das Erosionsrisiko zu kennen. Bisher sind diese Informationen in der Schweiz und im Kanton Bern nicht hinreichend verfügbar. Mit diesem Projekt werden die Leistungen des Bodens erfasst und für verschiedene Anwendungen verfügbar gemacht. Mit neuen technischen Anwendungsmöglichkeiten in der Bodeninformationserhebung und der darauf basierenden Flächenkartierung wird eine innovative und effiziente Methode zur Bodenkartierung entwickelt. Es werden für ausgewählte grossräumige Pilotgebiete bisher fehlende Indikatoren, themenspezifische Anwendungskarten und Instrumente erstellt. Das Projekt wird von der Berner Fachhochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in engem Austausch und in Zusammenarbeit mit dem nationalen Kompetenzzentrum Boden (KOBO) durchgeführt.

Bisher wurden in einem Pilotgebiet im Mittelland mit Hilfe von explorativen Felderhebungen und statistischen Berechnungen ein Stichprobenplan und ein 4-Phasen-Konzept zur Erhebung der Bodeninformationen erarbeitet. Wichtige Akteure im Prozess sind die lokalen Landwirtinnen und Landwirte. Sie lieferten zusätzliche Bodeninformationen vor und während den Feldarbeiten. Als zukünftige Nutzende des entstehenden Kartenwerks können sie ihre spezifischen Bedürfnisse einbringen.


Unter Mitwirkung von privaten Ingenieurbüros wurden bisher mehr als tausend Sondierungen abgeteuft und bodenkundlich beschrieben. Die Inwertsetzung der eigentlichen Bodeninformationen sowie des bodenkundlichen Know-hows im Zusammenhang mit der rechnerischen Erstellung von Bodenkarten wird bis zum Abschluss des Projektes im Zentrum stehen.



Eichungstag von Kartierpersonal. Damit die Erhebung von Bodeninformationen qualitativ konsistent bleibt, müssen der Wissenstransfer, die Ausbildung von Kartierpersonal und die gegenseitige Eichung gewährleistet werden. Foto: Simon Tanner, HAFL

Oberste 65 cm einer Bodenprofilwand. Die Eigenschaften eines Bodens lassen sich am besten an einer Profilwand erheben. Dazu werden einerseits definierte Parameter im Feld erhoben, und andererseits Materialproben entnommen, um chemische Laboranalysen durchzuführen. Foto: Simon Tanner, HAFL


 

In Zusammenarbeit mit:

Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT) des Kantons Bern



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