Wiederherstellung nach dem Bergbau: Wyss Academy und Pure Earth Peru schliessen Partnerschaft für Tambopata

Projektupdate

Veröffentlichungsdatum: 7. Mai 2026

Pure Earth Reforestation Project / Foto: Pure Earth

Teil des Projekts

Produktive Wiederherstellung degradierter Landschaften

Produktive Wiederherstellung degradierter Landschaften

Wiederherstellung nach dem Bergbau: Wyss Academy und Pure Earth Peru schliessen Partnerschaft für Tambopata

Projektupdate

Teil des Projekts

Produktive Wiederherstellung degradierter Landschaften

Produktive Wiederherstellung degradierter Landschaften

Veröffentlichungsdatum: 7. Mai 2026

Pure Earth Peru und die Wyss Academy for Nature arbeiten künftig zusammen, um Wiederherstellungsmodelle für vom Bergbau betroffene Landschaften in Tambopata zu entwickeln. Ziel ist es, Ökosysteme zu erholen, Quecksilberbelastungen zu reduzieren und neue Einkommensmöglichkeiten für Bergbaufamilien zu schaffen.

Madre de Dios ist ein vielfältiges und vielschichtiges Territorium – Heimat einer aussergewöhnlichen Artenvielfalt, Indigener Volksgruppen und einer Wirtschaft, die stark von extraktiven Aktivitäten geprägt ist. Diese stellen sowohl den Waldschutz als auch das Wohlergehen der Menschen, die von diesen Wäldern und Landschaften abhängen, vor grosse Herausforderungen. In Tambopata zeigt sich dieses Nebeneinander deutlich in der Landschaft und im Alltag: Wälder weichen zurück in Gebieten, die einst von Vegetation bedeckt waren, während Quecksilber, das im handwerklichen Kleinbergbau weit verbreitet ist, stille Spuren in Gewässern, Böden und der Gesundheit der Menschen hinterlässt.

Der Kleinbergbau ist eine der wichtigsten Einkommensquellen der Region – und zugleich mit ernsthaften Umwelt- und Gesundheitsrisiken verbunden. Einerseits trägt er zu fast 50 % des regionalen Bruttoinlandsprodukts bei und sichert den Lebensunterhalt von mehr als 46.000 Menschen. Andererseits ist er mit Entwaldung und kumulativen Quecksilberbelastungen verknüpft. Eine einfache Antwort auf diese Lage gibt es nicht. Es geht nicht allein um Verbote, sondern darum, echte Übergänge zu verantwortungsvolleren und gerechteren Praktiken zu ermöglichen – Praktiken, die degradierte Flächen wiederherstellen, den Boden neu beleben und wirtschaftliche Alternativen eröffnen, die mit dem Wald vereinbar sind.

In diesem komplexen Umfeld haben Pure Earth Peru und die Wyss Academy for Nature eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, produktive Wiederherstellungsmodelle zu entwickeln, die die Auswirkungen von Quecksilber auf Umwelt und Gesundheit verringern. Gleichzeitig sollen neue Einkommensmöglichkeiten für Familien entstehen, die auf den Kleinbergbau angewiesen sind.

« Wir setzen uns für eine Beziehung zwischen Menschen und Natur ein, die beiden zugutekommt. Vor diesem Hintergrund gehen wir die Bergbauproblematik in Tambopata proaktiv an – mit dem Fokus auf der gemeinsamen Entwicklung konkreter und kontextgerechter Lösungen. Seit drei Jahren führen wir einen Dialogprozess mit Bergbauakteuren und verschiedenen Organisationen im Territorium, mit denen wir das Engagement für regenerative Praktiken teilen, die die Auswirkungen des Bergbaus mindern und steuern helfen. Die Zusammenarbeit mit Pure Earth ist Teil dieses Prozesses.»

Rodrigo Velarde, Landesdirektor von Pure Earth Peru, ergänzte: «In einem Kontext wie Madre de Dios, wo der Bergbau tief in der wirtschaftlichen und sozialen Struktur der Region verwurzelt ist, braucht es Lösungen, die von dieser Wirklichkeit ausgehen. Pure Earth Peru unterstützt Verbesserungsprozesse im handwerklichen Kleinbergbau, fördert verantwortungsvollere Praktiken, den Abbau des Quecksilbereinsatzes und die Entwicklung von Alternativen, die sowohl der Gesundheit der Menschen als auch dem Umweltschutz zugutekommen. Wir freuen uns sehr über den Beginn dieser Partnerschaft – sie ist eine konkrete Gelegenheit, diese Arbeit weiterzuführen.»

Signing contract with Pure Earth partners.
Signing contract with Pure Earth partners. / Foto: Sofía Bedoya

Eine Partnerschaft für regenerative Lösungen

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wollen beide Organisationen technische Erkenntnisse gewinnen und replizierbare Modelle entwickeln, die zur nachhaltigen Bewirtschaftung degradierter Landschaften beitragen.

Das Ziel ist zu zeigen, dass der Weg von degradierten Flächen zu wiederhergestellten Landschaften möglich ist – durch integrierte Ansätze, die produktive Regeneration, die Reduzierung von Quecksilberbelastungen und das Wohlergehen der lokalen Gemeinschaften miteinander verknüpfen.

Team