Fokus Wald und Holz
Solutionscape

Auf der Alpennordseite steigt die Wahrscheinlichkeit für grössere Waldbrände aufgrund der Klimaveränderung. Wie sind diese zu verhindern – und im Ernstfall zu bewältigen? Antworten darauf wollen der Hub Bern der Wyss Academy und das Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons Bern (AWN) im Projekt «Waldbrand-Management auf der Alpennordseite» finden. Gemeinsam mit Akteur*innen aus Forschung, Praxis und der lokalen Bevölkerung werden massgeschneiderte Strategien und Instrumente erarbeitet. 2025 ist das Projekt in eine zweite, umsetzungsorientierte Phase gestartet.
Das Projekt «Regionale Wertschöpfung Wald und Holz» hat zum Ziel, die regionale Wertschöpfung im Bereich Wald und Holz im Kanton zu verbessern. Dazu gehört einerseits ein Beitrag dazu, dass der Wald selbst und seine Ökosystemleistungen für die Gesellschaft erhalten bleiben. Andererseits geht es um eine Schärfung des Bewusstseins in der Bevölkerung für die Waldnutzung und das Bauen mit Holz. Die erste Phase des Projektes konnte Mitte 2025 vollständig abgeschlossen werden. Mit einem partizipativen Ansatz werden im Rahmen der zweiten Phase (2025–2029) nun Lösungen für lokale Herausforderungen in der Waldbewirtschaftung entwickelt.
Waldbrand-Management auf der Alpennordseite
Grössere Waldbrände waren auf der Alpennordseite bisher selten. Aber es ist zu erwarten, dass sich dies als eine Folge des Klimawandels ändern wird – auch wenn verlässliche Prognosen für den Kanton Bern bisher fehlten. In der ersten Projektphase wurde deshalb untersucht, wie sich die Waldbrandgefahr und damit verbundene Risiken auf der Alpennordseite mittel- bis langfristig entwickeln. Dabei haben die Fachleute der Wyss Academy im Schulterschluss mit dem kantonalen Amt für Wald und Naturgefahren mit einer Reihe von Akteur*innen zusammengearbeitet: Forschenden der Universität Bern, der Berner Fachhochschule, der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL sowie Vertretenden der Privatwirtschaft. Die Wyss Academy begleitet diese Aktivitäten und beteiligt sich an der Finanzierung.
In der aktuellen zweiten Projektphase werden auf Basis der Erkenntnisse der Phase 1 Methoden und Instrumente zur Waldbrandprävention und -bewältigung bereitgestellt. Eine wichtige Rolle spielen hier Erfahrungen aus Regionen der Alpensüdseite und des Mittelmeerraums, die an die spezifischen Verhältnisse im Kanton Bern angepasst werden. Die Aktivitäten tragen so zu einem umfassenden Risikomanagement bei, das gerade auch die Klimaveränderung berücksichtigt.
Wichtigste Erfolge im Jahr 2025
Wichtigste Ergebnisse
- Die Sensibilisierung spezifischer Zielgruppen geht in die Umsetzung
- Projektresultate präzisieren die Gefahrenbeurteilung
Partnerinstitutionen in der Forschung 5
Zusätzlich zu mehreren Fachgremien involvierte Fachstellen 5
In der ersten Projektphase durchgeführte Module 3
Neue im Jahr 2025 gestartete Inkubatorprojekte 2
Regionale Wertschöpfung Wald und Holz
Eine nachhaltige Wald- und Holzwirtschaft hat das Potenzial für ein beispielhaftes System: Idealerweise stehen hier Mensch und Natur in einer Beziehung zueinander, die für beide Seiten Vorteile bringt. Generell spielt Holz als nachwachsender Rohstoff eine entscheidende Rolle für eine nachhaltige Lebensweise. Um die Vision einer klimafreundlichen Gesellschaft umzusetzen, muss der Rohstoff aber so positioniert werden, dass auch künftige Generationen davon profitieren.
Das Projekt «Regionale Wertschöpfung Wald und Holz» will zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung des Waldes und von Holz beitragen. Dazu werden in Zusammenarbeit mit lokalen Entscheidungsträger*innen aus Wald- und Holzwirtschaft, Politik und Gesellschaft nachhaltige Lösungen zum Erhalt des Waldes und zur nachhaltigen Nutzung von Holz entwickelt. Somit unterstützen die Massnahmen die vielfältigen Ökosystemleistungen des Waldes und trägt auch zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Im Jahr 2025 konnte die erste Phase erfolgreich abgeschlossen werden. Die sechs Inkubatorprojekte setzten den Fokus auf die Stärkung der lokalen Wirtschaft, der Innovationskraft und der Widerstandsfähigkeit der Wald- und Holzwirtschaft gegenüber dem Klimawandel. In diesem Rahmen wurde 2025 eine Dissertation an der Universität Bern publiziert und eine Reihe von Artikeln gewährt Einblicke in transformative, nachhaltige Holzunternehmen. Die zweite Phase (2025–2029) mit drei Teilprojekten startete Mitte 2025.
Wichtigste Erfolge im Jahr 2025
Wichtigste Ergebnisse
- Grundlagenarbeit für die Wertschöpfung aus Holz und Wald weist den Weg
- Wald und Holz werden in den Praxis-Zusammenhang gesetzt
Offizielle Partnerschaften mit Forst- und Holzorganisationen 22
Im Jahr 2025 abgeschlossene Inkubatorprojekte 6
Abgeschlossene Dissertationen 1
Im Jahr 2025 begonnene Inkubatorprojekte 3





