Regionale Wertschöpfung Wald und Holz

Kommunikationsworkshop im Rahmen des Inkubatorprojekts „Marketing und Kommunikation Waldunternehmen”
Kommunikationsworkshop im Rahmen des Inkubatorprojekts „Marketing und Kommunikation Waldunternehmen” / Foto: Lignum Holzwirtschaft Bern, Thomas Lüthi

Regionale Wertschöpfung Wald und Holz

  • Unser Ziel

    Die regionale Wertschöpfung mit Wald und Holz wesentlich verbessern – im Einklang mit den ökologisch und gesellschaftlich wichtigen Ökosystemleistungen des Waldes.

  • Zahlen

    Das Projekt wurde am 24. August 2020 gestartet und ist derzeit in Arbeit.

Zusammenfassung

Eine nachhaltige Wald- und Holzwirtschaft hat das Potenzial, zu einem beispielhaften Modell zu werden, in dem Mensch und Natur in einer Beziehung stehen, die beiden zugutekommt. Holz spielt als nachwachsender Rohstoff eine entscheidende Rolle für eine nachhaltige Lebensweise. Um der Vision der klimafreundlichen Gesellschaft näher zu kommen, müssen wir heute den Rohstoff Holz so positionieren, damit auch unsere zukünftigen Generationen davon profitieren können. 

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten – als Baustoff, Werkstoff und Energieträger. Dabei ist der richtige Einsatzzweck von Holz ausschlaggebend für seine nachhaltige und faire Nutzung. Der Einsatz von Holz im Bauwesen ist in mehrfacher Hinsicht sinnvoll: Holz bindet im Bau langfristig Kohlendioxid und ersetzt den äusserst energie- und ressourcenintensiven Stahlbeton. 

Das Projekt AWN-2 findet in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) des Kantons Bern statt.

Projektverbindungen

Zeitleiste

  • Abschluss Phase 1 und Aufstart in Phase 2

    Projektupdate 26. März 2026

    Im Zuge der ersten Phase des Projekts «Regionale Wertschöpfung Wald und Holz» wurden 2025 sechs Inkubatoren-Projekte, welche 2020 durch einen partizipativen Ansatz entstanden sind, erfolgreich abgeschlossen. Begleitend untersuchte ein Forschungsprojekt transformative, nachhaltige Holzunternehmen; die dazugehörige Dissertation wurde ebenfalls 2025 publiziert. Zum Abschluss der ersten Projektphase fand im Juli 2025 eine Veranstaltung im Bundeshaus in Bern statt, an welcher dreissig beteiligte Personen teilnahmen. Insgesamt fällt die Bilanz der ersten Projektphase positiv aus: Das Projekt konnte im Kanton Bern wichtige Grundlagen für eine nachhaltige regionale Wertschöpfung im Bereich Wald und Holz schaffen. So wurde beispielsweise ein Holz-Kompass zum Thema «Gemeinden nutzen den Wald nachhaltig für ihre Aufgaben» geschaffen. Auch wurde eine Dialogplattform (www.holzkoepfe.ch) lanciert, die Holz als Baustoff und damit auch die Kaskadennutzung von Holz fördert.  Aufbauend auf den Erkenntnissen aus Phase 1 – den sechs Inkubator-Projekten, einer Dissertation und einer Vernetzungsreise – wird das Projekt in einer zweiten Phase mit drei neuen Teilprojekten weitergeführt. Teilprojekt 1 hat zum Ziel, dass regionale Kompetenzzentren Bauherrschaften beim Bauen mit regionalem Holz fachkundig unterstützen. Das zweite Teilprojekt «Transformation Wertschöpfungskette Holz» zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der bernischen Wald- und Holzwirtschaft zu stärken, Innovationen zu fördern und moderne Technologien – insbesondere in den Bereichen digitale Produktion, Verarbeitung und Kreislaufwirtschaft – besser zu nutzen. Das Projekt leistet zudem einen Beitrag zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und zur Reduktion von Holzimporten. Das dritte Teilprojekt ist ein Sensibilisierungs- und Informationsprojekt und will die Bevölkerung über die Wichtigkeit der Holznutzung sowie über die Waldfunktionen informieren.

    Abschlussveranstaltung im Bundeshaus.
  • Publikation über regionale Innovationssysteme im Holzsektor

    Projektupdate 15. Oktober 2025

    Schweizer Holzbretter am Trocknen.
  • Projektupdate 17. Februar 2025

    Eine nachhaltige Wald- und Holzwirtschaft hat das Potenzial, zu dem beispielhaften System zu werden, bei welchem der Mensch und die Natur in einer gemeinsamen nutzbringenden Beziehung stehen. Holz spielt als nachwachsender Rohstoff eine entscheidende Rolle für eine nachhaltige Lebensweise. Um der Vision der klimafreundlichen Gesellschaft näher zu kommen, müssen wir heute den Rohstoff Holz so positionieren, damit auch unsere zukünftigen Generationen davon profitieren können. Holz kann vieles: Es dient zum Heizen, als Plastikersatz, kann für Verpackungen eingesetzt werden, für unsere Kleidung und auch als Baustoff. Der richtige Einsatzzweck von Holz aber ist zentral, um eine nachhaltige und faire Nutzung zu garantieren. Der Einsatz von Holz im Bauwesen ist in mehrfacher Hinsicht sinnvoll: Holz im Bau bindet langfristig Kohlendioxid und es ersetzt den äusserst energie- und ressourcenintensiven Stahlbeton. Die Regionen Oberland-Ost und Emmental zeichnen sich beide durch einen hohen Waldanteil aus, unterscheiden sich aber hinsichtlich der Eigentumsstruktur und dem Schutzwaldanteil. In beiden Pilotregionen ist die Pflege und Nutzung der Wälder für die Sicherung der Waldleistungen und einen nachhaltigen Einsatz des klimaneutralen Rohstoffes Holz wichtig. Daher soll zusammen mit den lokalen Entscheidungsträger*innen aus Wald- und Holzwirtschaft, Politik und Gesellschaft die regionale Wertschöpfung mit Wald und Holz verbessert werden. Gemeinsam mit den erwähnten Akteur*innen entwickeln wir Ideen und Lösungsansätze, wie sich die erneuerbare Ressource Holz in einer regionalen Kreislaufwirtschaft nachhaltig nutzen lässt und wie die hierfür nötigen gesellschaftlichen Transformationsprozesse angestossen werden können. Begleitend untersucht ein Forschungsprojekt transformative kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im holzverarbeitenden Sektor. Am Beispiel der Fallstudienregionen Kanton Bern und Vorarlberg in Österreich geht es der Frage nach, inwiefern solche KMU die Entwicklungen des gesamten Sektors hin zu nachhaltigen Wirtschaftsweisen beeinflussen können und welche Strategien sie dabei verfolgen. Durch gezielten Informations- und Wissensaustausch sollen relevante Forschungsresultate in das Praxisprojekt «Regionale Wertschöpfung Wald und Holz» einfliessen.  In einem überregionalen Workshop konnten 2020 unter breiter Beteiligung von Akteur*innen erste Ideen für mögliche Lösungsansätze diskutiert werden. Die anschliessende Branchenumfrage resultierte in einer Priorisierung der Ideen. Danach wurden Trägerschaften gebildet und sechs Pilotprojekte – sogenannte Inkubatoren - entlang der Wertschöpfungskette in den beiden Regionen Oberland-Ost und Emmental umgesetzt. Fünf von sechs Projekten konnten Ende 2024 abgeschlossen werden. Weitere informationen:Projekte Regionale Wertschöpfung Wald und Holz (Website von Lignum Holzwirtschaft Bern) Abschlussbericht_Innovative-Holzprodukte-aus-schwer-absetzbaren-Rohholzsortimenten_def.pdf BFH_Factsheet_Innovative_Holzprodukte_A4_de_240529.pdf 

    Holz

Team