Im Rahmen des Projekts «Regionale Wertschöpfung Wald und Holz» veröffentlichten Miriam Hug und Heike Mayer von der Universität Bern gemeinsam mit Irmi Seidl von der WSL einen Fachartikel, der die Holzwirtschaft in Vorarlberg und im Kanton Bern aus der Perspektive von CORIS («challenge-oriented regional innovation systems», herausforderungsorientierte regionale Innovationssysteme) untersucht.
Der Beitrag zeigt, wie regionale Innovationssysteme im Holzsektor auf Nachhaltigkeitsherausforderungen reagieren. Verglichen werden Vorarlberg, wo der Holzbau seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle in regionalen Transformationsprozessen spielt, und der Kanton Bern, der sich in dieser Entwicklung noch in einer früheren Phase befindet.
Der Vergleich macht deutlich, dass die Stärkung von Wald- und Holz-Wertschöpfungsketten nicht nur von technologischen Entwicklungen abhängt. Entscheidend sind auch gut abgestimmtes Handeln zwischen verschiedenen Akteuren, starke Netzwerke und geeignete institutionelle und politische Rahmenbedingungen. Die Autorinnen betonen zudem die Bedeutung lokal verankerter Akteure, die Veränderung anstossen und mit überregionalen Netzwerken verbunden sind.
Für den Kanton Bern liefert die Publikation konkrete Hinweise darauf, wie sich regionale Wertschöpfung und Holzbau im jeweiligen regionalen Kontext weiterentwickeln lassen und wie sich dabei auf breitere Nachhaltigkeitsherausforderungen reagieren lässt.