Zwei neue Mirohy-Zentren erweitern den Zugang zu Wissen im Mahalevona-Tal

Projektupdate

Veröffentlichungsdatum: 28. September 2026

Eine Gruppe durchschneidet am Eingang des Mirohy Centers in Masindrano ein rosafarbenes Band. Geöffnete türkisfarbene Tore und ein Bogen aus Blättern rahmen die Szene, während weitere Teilnehmende zusehen.
Teilnehmende durchschneiden das Band bei der offiziellen Eröffnung des Mirohy Centers in Masindrano am 18. April 2026. Mit dabei waren lokale Gemeinschaften, KIF-Mitglieder, lokale Behörden und Partnerorganisationen. / Foto: The Full Circle Initiative

Teil des Projekts

Digitale Zugänglichkeit

Digitale Zugänglichkeit

Zwei neue Mirohy-Zentren erweitern den Zugang zu Wissen im Mahalevona-Tal

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Teil des Projekts

Digitale Zugänglichkeit

Digitale Zugänglichkeit

Veröffentlichungsdatum: 28. September 2026

Im Jahr 2026 wurden im Mahalevona-Tal in Madagaskar zwei neue gemeinschaftsbasierte Wissenszentren Ivo-toerana Mirohy eröffnet. Damit wächst ein lokales Netzwerk, das der Bevölkerung den Zugang zu digitalen Angeboten, Lernmöglichkeiten und praktischen Informationen erleichtert.

Das Zentrum in Masindrano wurde am 18. April gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften, KIF-Mitgliedern und lokalen Behörden eröffnet. Am 4. Juli folgte ein weiteres Zentrum in Ankovana – das vierte Mirohy-Zentrum im Mahalevona-Tal.

Eine grosse Gruppe posiert vor dem rosa-türkisfarbenen Mirohy Center in Masindrano, unter einem Bogen aus Blättern und einem Schild mit der Aufschrift „Ivo-toerana Mirohy Masindrano“.
Teilnehmende versammeln sich am 18. April 2026 vor dem neu eröffneten Mirohy Center in Masindrano. Das Zentrum soll den Zugang zu Informationen, digitalen Angeboten, Lernmöglichkeiten und Wissensaustausch im Mahalevona-Tal verbessern. / Foto: The Full Circle Initiative

Die Zentren gehen aus der Vision Mahalevona-Tal 2030 hervor, die lokale Gemeinschaften gemeinsam mit weiteren Akteur*innen entwickelt haben, um Prioritäten für die Zukunft des Tals festzulegen. In dieser abgelegenen Region am Rand des Masoala-Nationalparks ist der Zugang zu Informationen, Weiterbildungen, Märkten und öffentlichen Dienstleistungen oft erschwert. Die Mirohy-Zentren setzen hier an.

Dabei geht es um mehr als den Zugang zu Computern oder zum Internet. Die Zentren sind Orte, an denen Wissen ausgetauscht und praktisch genutzt werden kann. Bewohner*innen können ihre digitalen Kompetenzen erweitern, Lernmaterialien nutzen, Bildungsvideos ansehen und an Workshops teilnehmen, die sich an lokal identifizierten Bedürfnissen orientieren.

Zugleich schaffen die Zentren eine Verbindung zwischen Forschung und den Menschen und Orten, auf die sie sich bezieht. Erkenntnisse aus Forschungsarbeiten im Tal können dort in zugänglicher Form mit den Gemeinschaften geteilt werden. So bleibt Wissen, das vor Ort entsteht, auch für die Menschen verfügbar, die dort leben.

Eine Gruppe posiert im Mirohy Center in Ankovana; einige Personen sitzen, andere stehen dahinter. Viele tragen helle Hüte mit breiter Krempe. Links und rechts sind Banner der Full Circle Initiative und der Wyss Academy zu sehen.
Teilnehmende bei der offiziellen Eröffnung des Mirohy Centers in Ankovana am 4. Juli 2026. Als viertes Mirohy Center im Mahalevona-Tal bringt es Informationen, digitale Lernangebote, Weiterbildungen und weitere Ressourcen näher zu den Bewohner*innen von Ankovana. / Foto: The Full Circle Initiative

Die neuen Zentren knüpfen an die wachsende Nutzung des bestehenden Netzwerks an. Im Jahr 2025 verzeichneten die Gemeinschaftszentren 6’814 Besuche zur Kompetenzentwicklung und für den Zugang zu digitalen Angeboten. Im Solutionscape Madagaskar nahmen insgesamt 945 Personen an Schulungen teil, unter anderem zu digitalen Kompetenzen, Lebensgrundlagen, Governance und Beschäftigungsfähigkeit.

Die Mirohy-Zentren sind Teil der Full Circle Initiative (FCI), einem Programm, das von der Wyss Academy for Nature und dem Laboratoire de Recherches Appliquées umgesetzt wird.

Mit dem wachsenden Netzwerk rückt eine wichtige Frage in den Vordergrund: Wie nutzen die Menschen diese Räume langfristig – und inwiefern hilft ihnen ein besserer Zugang zu Wissen, Kompetenzen und digitalen Angeboten dabei, praktische Herausforderungen anzugehen und sich an Entscheidungen zu beteiligen, die das Tal betreffen?