Rückblick 2025: Was Jugendführung in der Praxis bedeutet

Projektupdate

Veröffentlichungsdatum: 14. Mai 2025

Foto: Alex Huarecallo

Teil des Projekts

Changemakers Program

Changemakers Program

Rückblick 2025: Was Jugendführung in der Praxis bedeutet

Projektupdate

Teil des Projekts

Changemakers Program

Changemakers Program

Veröffentlichungsdatum: 14. Mai 2025

Das Changemakers Program (CMP) ist ein Programm der Wyss Academy for Nature zur Förderung von Jugendführung und Innovation. Es wurde gemeinsam mit jungen Menschen konzipiert und in Zusammenarbeit mit Emzingo und Goodwall entwickelt, um aufstrebende Führungspersönlichkeiten aus Regionen, in denen die Wyss Academy tätig ist, dabei zu unterstützen, positive ökologische und soziale Veränderungen voranzutreiben. Das 2023 lancierte Programm, das nun mit einer zweiten und letzten Kohorte fortgeführt wird, bringt junge Unternehmer*innen, politische Fürsprecherinnen und gemeindebasierte Innovator*innen aus Regionen wie der Schweiz, Peru, Kenia und Madagaskar zusammen. Es bietet Mentoring, Unterstützung bei der Projektentwicklung sowie einen kombinierten Fokus auf Unternehmertum und politische Interessenvertretung. Auch wenn das CMP mit dieser zweiten Kohorte endet, bleiben Jugendförderung, die Entwicklung lokaler Führungskompetenzen und Unternehmertum zentrale Prioritäten in der nächsten strategischen Phase der Wyss Academy. Mittels eines massgeschneiderten Curriculums, starken lokalen und internationalen Partnerschaften sowie einem globalen Peer-Netzwerk vermittelt das CMP den Teilnehmenden die Fähigkeiten, Werkzeuge und Verbindungen, die sie brauchen, um gemeinschaftsgetragene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Gleichzeitig fördert es ein langfristiges Engagement zwischen den Changemakers und dem breiteren Innovations- und Wirkungsportfolio der Wyss Academy.

Die Ausgabe 2025 behielt den sechsmonatigen Programmrahmen bei und stärkte das Unternehmertum sowie das politische Engagement. Diese Kohorte war bewusst in unseren Landschaften verankert – aufbauend auf ortsbezogenen Erkenntnissen und Partnerschaften, um eine Signalwirkung in lokalen Jugendgemeinschaften und im Ökosystem der Partner zu erzeugen. Lokale Willkommenstage in allen drei Ländern setzten den Ton mit kulturellem Austausch und Partner-Briefings (mit Impact Kenya, Nature Explorers Peru, und Youth First Madagascar). Die Lernreise begann mit Gemeinschaftsimmersionen, Interviews und Beobachtungen – Instrumente, um Probleme zu verstehen, bevor Lösungen vorgeschlagen werden. Anschliessend gingen die Teilnehmenden in die Ideenfindung und frühe Prototypenentwicklung über, begleitet durch Kleingruppencoaching und Einzelmentoring. An wichtigen Meilensteinen präsentierten sie Zwischenergebnisse vor Gleichaltrigen und Fachleuten, erhielten strukturiertes Feedback und schärften sowohl ihre Konzepte als auch ihre Kommunikation.

Changemakers bei einem Workshop zum Summit-Auftakt in Peru.
Changemakers bei einem Workshop zum Summit-Auftakt in Peru. / Foto: Alex Huarecallo

Zur Jahresmitte verlagerte sich der Schwerpunkt auf Strategie und Finanzierung – mit Themen wie Fundraising, Theory of Change, Beziehungen zu Investierenden und Zusammenarbeit mit Anspruchsgruppen. Ergänzt wurde dies durch Praxiserfahrungen aus den Hubs, etwa bei einem vertieften Austausch zu Weideland und Viehhaltung in Kenia sowie einem Skills- und Reflexionsworkshop in Peru. Storytelling blieb zentral: Eine von Teilnehmenden gestaltete Serie machte Projekte aus Madagaskar sichtbar und zeigte, wie starke Erzählungen Partnerinnen und Gemeinschaften mobilisieren können. Die Kohorte schloss den Zyklus mit Advocacy-Frameworks, Präsentationstechniken und regionalspezifischen Formaten ab. Parallel dazu ging das Changemakers Program in Kenia eine strategische Zusammenarbeit mit Aiducation im Rahmen der Jumpstart Academy ein – einer einwöchigen Weiterbildung zur Stärkung unternehmerischer Kompetenzen bei der aktuellen Kohorte, bei Alumni der Changemakers sowie bei Alumni von Aiducation. Damit wurde ein kohorten- und organisationsübergreifendes Peer-Learning gestärkt, das auch über den formalen Abschluss des CMP hinaus fortbestehen kann.

Das letzte persönliche Treffen im Rahmen des Changemakers Programms brachte Teilnehmende aus den regionalen Hubs zusammen und schuf am Ende der sechsmonatigen Reise einen gemeinsamen Raum für Austausch, Reflexion und Verbindung. Indem Changemakers aus unterschiedlichen geografischen und thematischen Kontexten zusammenkamen, ermöglichte das Treffen den Teilnehmenden, die Herausforderungen junger Menschen in verschiedenen Regionen zu teilen, einander nicht als isolierte Akteurinnen, sondern als Mitgestalterinnen wahrzunehmen, und das gegenseitige Verständnis für die Menschen–Natur-Dynamiken zu vertiefen, die die jeweiligen Landschaften prägen. Da das CMP mit der zweiten Kohorte endet, diente dieser gemeinsame Moment als Brücke zu den künftigen Wegen der Jugendbeteiligung an der Wyss Academy und sicherte Kontinuität in Beziehungen, Lernen und Führung – trotz des Programmabschlusses.

Die Kohorte 2025 beendete das Programm mit fundierten Einsichten aus den Gemeinschaften, tragfähigen Lösungsansätzen und dem Selbstvertrauen, ihre Ideen für unterschiedliche Zielgruppen verständlich zu vermitteln – erarbeitet über ein Jahr mit vielfältigen Methoden und ortsbezogenem Lernen. Ihre Arbeit verkörpert den Anspruch des Programms, Wandel lokal anzustossen und eine breitere Signalwirkung über Landschaften und Jugendnetzwerke hinweg zu entfalten. Der Ansatz steht für eine Arbeitsweise, die an der Basis beginnt – bei den vor Ort gesammelten und beobachteten Informationen –, diese transparent weiterentwickelt und sie schliesslich in die Entscheidungsräume einbringt.

Team