WYSS ACADEMY FOR NATURE

Themen

GLOBAL POLICY OUTREACH

Food Systems

Auf dem Weg zu einem zukunftsfähigen Lebensstil.

Die Wyss Academy for Nature hat eine Deklaration zu Ernährungssystemen als offizielles Feedback zum Food Systems Summit der Vereinten Nationen 2021 veröffentlicht. Die Erklärung ist das Ergebnis der allerersten Wyss Academy Dialogues with Purpose, einer Reihe von Workshops, in denen Teilnehmer aus vier Regionen (Mitteleuropa, Ostafrika, Südostasien und Südamerika) regionalspezifische Herausforderungen mit einem breiten Spektrum globaler Stakeholder aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft diskutierten.

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©Pascale Amez

FORSCHUNG 

Forschungs- und Innovationsteams

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©Pascale Amez

GLOBAL POLICY OUTREACH

Wyss Academy for Nature Symposium

Help Find New Ways Toward a Just and Sustainable Future.

The Wyss Academy for Nature at the University of Bern was founded to provide a new approach to the environmental crisis and its interconnected problems. Now, for the first time, we want to gather perspectives from across the globe – from those who are directly affected, as well as those with special insights and expertise – to raise the discussion around what needs to be done to another level.   

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©Pascale Amez
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©Donna Conlon

ENGAGEMENT

Transformation durch Kunst

Transformationen zur Nachhaltigkeit müssen den ganzen Menschen ansprechen. Wir glauben, dass Kunst, sinnliche und ganzkörperliche Erfahrungen zum Verständnis beitragen, weshalb Veränderung notwendig und möglich ist. Deshalb arbeiten wir mit Kunstschaffenden und «Sinnstiftenden» aus allen Bereichen zusammen.

MEHR INFORMATIONEN

Wir schaffen eine neue Beziehung zur Natur

Die rasante Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat den grossflächigen Verlust der biologischen Vielfalt, irreversible Landnutzungsänderungen und Bodendegradation sowie den Klimawandel beschleunigt. Die grundlegendsten Ressourcen für Mensch und Natur - Wasser, Land und Klima - sind sowohl durch globale als auch lokale Belastungen bedroht. Menschliches Wohlergehen ist jedoch eine Voraussetzung für erfolgreichen und nachhaltigen Naturschutz. Dies erfordert kluge, inklusive und vorausschauende Entscheidungen, die die Bedürfnisse aller Lebewesen anerkennen und die Begrenztheit der Ressourcen respektieren.

Eine besondere Herausforderung ist heute, dass Entscheidungen in einer sich schnell verändernden Welt getroffen werden müssen.

Wir sind jedoch auch mit der Unumkehrbarkeit vieler Umweltauswirkungen konfrontiert. Die Ungewissheit über Momente des Kippens, sogenannter «Tipping Points» bezüglich Klima oder Biodiversität schaffen zusätzliche Herausforderungen. Konflikte, die aus wachsenden ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ungleichheiten entstehen, geben einen weiteren klaren Hinweis auf die Dringlichkeit von nachhaltiger Entwicklung. Auf diese Herausforderungen zu reagieren und eine Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit für Natur und Mensch zu fördern, ist die Essenz von «Stewardship».

Die unmittelbare Notwendigkeit eines verstärkten Naturschutzes ist weithin anerkannt. Es bleibt jedoch eine grosse Herausforderung, den Verlust und die Degradierung von Lebensräumen zu stoppen und umzukehren, ohne Konflikte zu verursachen oder den lokalen Gemeinschaften ihre Rechte und Lebensgrundlagen zu entziehen.

Das Fehlen einer integrierten Perspektive bezüglich globaler Veränderungen von biologischer Vielfalt, Landnutzung und Klima hat den globalen Umgang mit der Natur und den Menschen grundlegend erschwert. Es stimmt, dass die Bedrohungen in jedem einzelnen Bereich erkannt wurden: Dies spiegelt sich in den drei UN-Konventionen des Erdgipfels 1992 in Rio wider sowie in ihren neueren Visionen und spezifischen Zielen, wie der Vision 2050 für die Biodiversität und dem Pariser Abkommen. Allerdings wurde erst in jüngster Zeit erkannt, wie komplex die Wechselwirkungen zwischen den drei Bereichen sind und welche kritischen Konsequenzen sie für die Nachhaltigkeit haben.

Globale multilaterale Vereinbarungen sind wichtig, aber nicht ausreichend: Einerseits steht die Menschheit vor einem sich rasch schliessenden Zeitfenster, um diese miteinander verknüpften Herausforderungen zu lösen – wir müssen dringend von politischen Erklärungen zu konkreten Handlungen übergehen. Andererseits sind Mensch-gegen-Umwelt-Themen wie nachhaltiger Naturschutz sogenannte «wicked problems»: Die Umsetzung von Erkenntnissen in Entscheidungen ist nicht ganz einfach, da alle Faktoren sowohl Ursache als auch Wirkung sind und es viele konkurrierende Akteure und Interessen gibt. Daher werden neue Ansätze benötigt, um fundierte, integrierte Erkenntnisse in die Entscheidungsfindung einzubringen.

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Participatory mapping exercise with the local government and communities in Kipsing, Isiolo. 

We use this to map wildlife areas and corridors, and the main grazing areas for the livestock. We also tentatively place all the natural resources on the map. We then go to the field with local guides to take GPS points, pictures, and collect information about the resources. In partnership with CETRAD

Konkrete Wege zu nachhaltiger Entwicklung und Naturschutz müssen auf lokaler und regionaler Ebene entsprechend den spezifischen sozialen und geografischen Kontexten gestaltet werden. Sie entstehen durch eine engagierte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik, die in lokalen Gemeinschaften verwurzelt ist und sich auf Regionen überträgt. Die Wyss Academy for Nature wird ihre Erkenntnisse von dort auf globaler Ebene umsetzen und damit helfen, Nachhaltigkeit und Naturschutz im weltweiten Massstab zu etablieren. Es kann nicht oft genug betont werden, dass zwar viele die Rhetorik der Interdisziplinarität und der transformativen Wissenschaft übernommen haben, aber nur wenige sie tatsächlich verfolgen – nicht zuletzt, weil die traditionellen Finanzierungsmodelle dazu neigen, die damit verbundenen Risiken zu vermeiden. Die Partnerschaft mit der Universität Bern, dem Kanton Bern, der Wyss Foundation und vielen Organisationen rund um den Globus bietet daher eine einzigartige Gelegenheit, wirklich bahnbrechende Kooperationen einzugehen.

In den kommenden zehn Jahren wird die Wyss Academy for Nature an der Universität Bern den Schutz und die Erhaltung der Natur wesentlich und konkret verbessern. Die Mission der Academy ist es, innovative Wege zu entwickeln, zu testen und zu skalieren, die den Naturschutz, das menschliche Wohlergehen und die Nutzung natürlicher Ressourcen in unterschiedlichen Landschaften auf der ganzen Welt stärken und in Einklang bringen.

 

Die Strategie der Wyss Academy zielt darauf ab, die vorherrschende Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln und zwischen lokal angepassten, konkreten Lösungen und bahnbrechenden Dynamiken und Mechanismen im globalen Massstab zu überwinden. Basierend auf der weltweit anerkannten Expertise der Universität Bern in den Bereichen Biodiversität, Landnutzung und Klimawandel, wird die Wyss Academy Innovationen schaffen, indem sie die konventionellen Denkmuster von wissenschaftlicher Forschung, Naturschutz- und Entwicklungspraxis und politischer Routine aufbricht. Weltweit führende Wissenschafter werden gemeinsam mit Mitwirkenden aus Gesellschaft, Naturschutz, Politik und Wirtschaft von der lokalen bis zur globalen Ebene lösungsorientierte Anwendungen, Strategien und Politiken entwickeln.